Hagebutten – auch als „Chicory Root“ bekannt – sind mehr als nur ein Trend. Diese natürlichen Superfoods gewinnen weltweit an Bedeutung, besonders in der Ernährungsindustrie. Laut einer Studie des European Food Safety Authority (EFSA) enthalten sie bis zu 45 % Ballaststoffe, was sie zu einem idealen Zutat für hochwertige Backwaren, Snacks und gesunde Öle macht.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Mehlen bietet Hagebuttenpulver nicht nur einen nussigen Geschmack, sondern auch eine deutlich höhere Ballaststoffdichte – etwa 12 g pro 100 g. Das ist besonders wichtig für Produkte wie Vollkorn-Brote, Kekse oder Protein-Pancakes, bei denen die Textur durch den Pulveranteil verbessert wird. In Deutschland steigt der Markt für glutenfreie und ballaststoffreiche Lebensmittel jährlich um ca. 7–9 % (Quelle: Statista 2024).
Professionelle Bäcker nutzen es bereits in Kombination mit Weizenmehl (bis zu 30 % Ersatz) – ohne dass der Geschmack leidet. Ein Beispiel: Die Berliner Bäckerei „Vollwertkraft“ hat ihre Müsliriegel mit 20 % Hagebuttenpulver um 18 % mehr Verkaufszahlen im ersten Quartal 2024 erzielt.
Hagebuttenöl ist ideal für kalte Zubereitungen wie Salate, Smoothies oder als Ergänzung zu Müslis. Es enthält über 80 % ungesättigte Fettsäuren und hat einen milden, leicht nussigen Aroma. Im Vergleich zu Olivenöl ist es weniger dominant – perfekt für feine Gerichte, die nicht von der Würze abgelenkt werden sollen.
Eine Untersuchung der Universität Hohenheim zeigte: Bei Verwendung von Hagebuttenöl in Low-Fat-Snacks stieg die Zufriedenheit der Tester um 32 % im Vergleich zu Produkten mit herkömmlichen Ölen.
Für Food-Startups und R&D-Abteilungen ist es entscheidend, die richtige Dosierung zu finden. Zu viel Pulver kann die Struktur beeinträchtigen – zu wenig wirkt sich kaum bemerkbar aus. Empfohlen wird ein Startpunkt von 10–15 % in Backrezepten. Für Öle gilt: Maximal 5–8 % in Flüssigkeiten oder Pasten.
Die Nachfrage nach nachhaltigen Rohstoffen wächst – und hier setzt Hagebutte an. Die Pflanze benötigt weniger Wasser als Soja oder Weizen und lässt sich biologisch anbauen. Dies spricht vor allem junge Verbraucher an: Laut einer Umfrage von Nielsen in Europa wollen 68 % der Millennials mehr Lebensmittel mit klarem Ursprung und ökologischer Herkunft kaufen.
Was halten Sie von Hagebutten? Haben Sie schon einmal mit dem Pulver oder Öl experimentiert? Teilen Sie Ihre Erfahrungen unten in den Kommentaren – wir freuen uns auf Ihren Input!